KRITIS-Schutz für Energie2026-08-25T15:12:46+02:00
W.I.S. Sicherheitslösungen für Energieversorger KRITIS | Große Kraftwerkanlage bei Sonnenuntergang

KRITIS-Schutz für Energie

Strom, Gas, Fernwärme, Mineralöl: Energieversorgung absichern

KRITIS-Schutz im Sektor Energie umfasst die physische Absicherung, technische Überwachung und organisatorische Kontrolle von Kraftwerken, Umspannwerken, Gasanlagen, Raffinerien, Tanklagern, Fernwärmestandorten, Netzleitstellen sowie Wind- und Solarparks.
Fällt ein Teil dieser Infrastruktur aus, können Produktionsbetriebe stillstehen, Krankenhäuser ihre Stromversorgung verlieren und Haushalte ohne Heizung bleiben. W.I.S. Sicherheit unterstützt Betreiber kritischer Energieinfrastruktur mit Sicherheitsdienst, Sicherheitstechnik, Alarmaufschaltung und strukturierten Sicherheitsanalysen.

Branchen

Risiken & Sicherheits­maßnahmen

Projektablauf

Anwendungs­beispiele

FAQ

Branchen der kritischen Infrastruktur im Sektor Energie

Der Energiesektor gliedert sich in die Branchen Elektrizität, Gas, Mineralöl und Fernwärme. Für jede davon definiert die KRITIS-Verordnung eigene Anlagenkategorien und Schwellenwerte. Wer diese überschreitet, unterliegt besonderen Schutz- und Meldepflichten.

Elektrizität

Eine Erzeugungsanlage gilt ab 104 MW Netto-Nennleistung als kritische Infrastruktur.

z.B. Erzeugungsanlagen (fossil, erneuerbar, Speicher), Umspannwerke und Schaltanlagen, Übertragungs- und Verteilernetze, Netzleitstellen und Schaltwarten, Energiespeicher und Regelleistungsstandorte, Mess- und Zählinfrastruktur

Kritische Infrastruktur bei Gas

Die Schwellenwerte für die Gasversorgung greifen ab 5.190 GWh pro Jahr.

z. B. Gasverdichter- und Gasdruckregelanlagen, Erdgasspeicher und LNG-Terminals, Fernleitungs- und Gasverteilernetze, Einspeisepunkte und Übergabestationen, Gasförderanlagen, Netzleitstellen für den Gastransport

Mineralöl

Auch Tankstellen können zur kritischen Infrastruktur zählen, wenn das angebundene Netz den Schwellenwert von 420.000 Tonnen verteiltem Kraftstoff pro Jahr überschreitet.

z. B. Raffinerien und Destillationsanlagen, Tanklager und Produktenlager, Mineralölfernleitungen und Pumpstationen, Tankstellennetze und Flugfeldbetankungsanlagen, Versand- und Umschlagterminals, Zentrale Bevorratungsstellen

Fernwärme

Die Schwellenwerte liegen bei 2.300 GWh ausgeleiteter Wärmeenergie oder 250.000 angeschlossenen Haushalten.

z. B. Heizwerke und Heizkraftwerke, Wärmespeicher und Pumpstationen, Fernwärmeleitungsnetze, Übergabestationen und Druckerhöhungsanlagen, Standortübergreifende Steuerungsanlagen

Erneuerbare Energien und dezentrale Erzeugung

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wächst die Zahl dezentraler Standorte, die physisch geschützt werden müssen.

z. B. Windparks (Onshore und Offshore), Solarparks und Freiflächen-PV-Anlagen, Biogasanlagen und Großbatteriespeicher, Wasserstoffelektrolyseure, Aggregatoren und digitale Energiedienste, Ladepunktbetreiber

Netzsteuerung und Energiehandel

Für den Stromhandel liegt der KRITIS-Schwellenwert bei 3.700 GWh Handelsvolumen pro Jahr.

z. B. System- und Netzleitwarten, Dispatch-Center, Handelsplattformen und Clearingsysteme, Kommunikationsinfrastruktur für Netzsteuerung, Redundanz- und Ausweichsysteme

KRITIS-Sicherheitsbedarf an Energiestandorten erkennen

Veraltete Schließsysteme an Leitwarten, fehlende Protokolle bei Fremdfirmenzutritten oder unklare Eskalationswege bei Alarmen fallen oft erst bei gezielter Prüfung auf. Das betrifft Gasanlagen ebenso wie Stromnetze oder Fernwärmestandorte.

Risiko im Energiesektor

Was daraus folgt

Geeignete Sicherheitsmaßnahmen

Daraus folgt:

Netzinstabilität und Versorgungsunterbrechung

Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:

  • Perimeterabsicherung
  • Videoüberwachung
  • Einbruchmeldetechnik
  • Alarmaufschaltung

Daraus folgt:

Manipulationsrisiko an Steuerungstechnik, Gefährdung in Hochspannungs- und Druckbereichen

Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:

  • Zutrittskontrollsysteme
  • Pfortendienst
  • Besuchererfassung
  • Schleusenregelungen

Daraus folgt:

Betriebsunterbrechung, verzögerte Wiederherstellung

Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:

  • Kontrollgänge
  • Revierdienst
  • Objektschutz
  • Absicherung von Lagerflächen

W.I.S. Sicherheit für kritische Infrastruktur im Sektor Energie

An Energiestandorten greifen Risiken ineinander: Ein ungesichertes Tor betrifft gleichzeitig den Fremdfirmenzugang, die Materiallogistik und den Interventionsweg bei Alarm. W.I.S. Sicherheit stimmt Sicherheitsdienst, Sicherheitstechnik, Alarmaufschaltung auf Betriebszeiten, Zutrittsprozesse, Wartungsfenster und Alarmwege ab.

Sie möchten prüfen, welche Anforderungen an Ihrem Energiestandort besonders relevant sind?

Vorteile für Betreiber im Energiesektor:

  • Absicherung von Kraftwerken, Umspannwerken, Gasanlagen, Tanklagergeländen und Fernwärmestandorten
  • Pfortendienst und Zufahrtskontrolle bei hohem Aufkommen von Wartungsteams und Lieferverkehr
  • Schutz sensibler Betriebszonen wie Leitwarten, Schalträume und Druckregelanlagen
  • Sicherheitstechnik für Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Einbruchmeldung, Brandmeldung und technische Alarmierung
  • 24/7-Alarmbearbeitung mit festgelegten Melde- und Interventionswegen
  • Kontrollgänge und Revierdienst für Trassenbereiche, Zaungrenzen und Freiflächenanlagen
  • Bewertung gewachsener Standort- und Wartungsprozesse auf verdeckte Schwachstellen

So setzt W.I.S. Sicherheit den KRITIS-Schutz im Energiesektor um

Betreiber kritischer Energieinfrastruktur werden von der Erstbewertung bis zur regelmäßigen Überprüfung begleitet.

01. Analyse

W.I.S. Im ersten Schritt werden bestehende Schutzmaßnahmen, Abläufe und Schnittstellen zwischen Betriebspersonal und externen Dienstleistern erfasst. An Energiestandorten betrifft das vor allem Zufahrtswege, Zaunverläufe, Wartungszugänge und Leitwartenumgebungen.

02. Konzeption

Daraus leitet W.I.S. Sicherheit ein standortbezogenes Sicherheitskonzept ab. Zutrittszonen, Fahrzeugbewegungen, Fremdfirmenprozesse, Schichtbetrieb und Alarmwege werden berücksichtigt. Besondere Betriebssituationen wie Revisionszeiten oder Notbetrieb fließen ein.

03. Auswahl passender Sicherheitstechnik

Je nach Schutzbedarf werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. An Umspannwerken stehen Perimeterüberwachung und Einbruchmeldetechnik im Vordergrund, an Tanklagerstandorten Brandmeldetechnik, an Leitwarten restriktive Zutrittskontrolle. Relevante Meldungen werden an eine Sicherheitszentrale angebunden.

04. Installation und Umsetzung

Die geplanten Maßnahmen werden vor Ort installiert und in den laufenden Betrieb eingebunden. Dazu gehört die Abstimmung mit Werksschutz und Pfortendienst, die Festlegung von Zuständigkeiten und die Definition der Eskalationswege.

05. Evaluation und kontinuierliche Verbesserung

In festen Intervallen prüft W.I.S. Sicherheit die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen. Neue Anlagenteile, veränderte Wartungszyklen oder geänderte gesetzliche Anforderungen werden so frühzeitig berücksichtigt.

Sie betreiben Kraftwerke, Umspannwerke, Gasanlagen oder Tanklager und möchten Ihre Sicherheitsstruktur prüfen lassen? W.I.S. Sicherheit bewertet Zufahrten, Zutritte, technische Bereiche und Reaktionswege.

Anwendungsbeispiele:
Kritische Energieinfrastruktur schützen

KRITIS-Schutz für einen Kraftwerksstandort

Erfahren Sie, wie W.I.S. Sicherheit einen Energieversorger bei der Absicherung eines rund fünf Kilometer langen Kraftwerksperimeters unterstützt hat. Ausgangspunkt waren eine erhöhte Bedrohungslage, angekündigte Protestaktionen und bekannte Vorfälle am Betriebsgelände.

W.I.S. Sicherheit bewertete die vorhandene Videotechnik, plante eine durchgängige Perimeterüberwachung mit Wärmebild- und HD-Kameras und band die Kamerabilder in die vorhandene Pförtnerleitstelle sowie einen Krisenraum ein.

KRITIS-Schutz für Windräder

Lesen Sie, wie W.I.S. Sicherheit mehrere abgelegene Windenergieanlagen auf offener Fläche gegen Vandalismus, Aufbruchversuche und unbefugte Zutritte abgesichert hat. Da eine Umzäunung wirtschaftlich und organisatorisch nicht sinnvoll war, entstand eine technische Überwachung mit Videokameras, Mobilfunkübertragung und direkter Live-Ansprache über das W.I.S. SOC.

Nach der Umsetzung wurden an den überwachten Anlagen kein weiterer Vandalismus und keine sicherheitsrelevanten Aufenthalte unbefugter Personen festgestellt.

Kunden, die unserem Sicherheitsdienst vertrauen.

Wir können Ihnen viel versprechen, glauben werden Sie uns erst, wenn wir Ihnen unsere Qualitäten beweisen durften. Aber auch zufriedene Kunden sind der beste Beweis für die Qualität unserer Leistungen. Eine Auswahl von Kunden, deren Vertrauen wir gewonnen haben, möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Häufige Fragen zur kritischen Energieinfrastruktur

Was zählt im Energiesektor zur kritischen Infrastruktur?2026-08-13T15:42:53+02:00

Zu KRITIS im Energiesektor gehören Anlagen und Systeme, deren Ausfall erhebliche Folgen für Stromversorgung, Wärmeversorgung, Mobilität, Industrie und öffentliche Einrichtungen haben kann. Dazu zählen beispielsweise Kraftwerke, Umspannwerke, Gasnetze, Tanklager, Raffinerien, Fernwärmenetze, Leitwarten und bestimmte digitale Steuerungssysteme.

Welche Schwellenwerte gelten für KRITIS im Bereich Energie?2026-08-13T15:44:26+02:00

Die KRITIS-Schwellenwerte im Energiesektor unterscheiden sich je nach Branche und Anlagenart. Beispiele sind 104 MW Netto-Nennleistung bei Erzeugungsanlagen, 5.190 GWh pro Jahr bei der Gasversorgung, 2.300 GWh ausgeleiteter Wärmeenergie bei Fernwärme oder 420.000 Tonnen verteilter Kraftstoff pro Jahr bei Tankstellennetzen.

Warum brauchen Energieversorger besonderen Objektschutz?2026-08-13T15:45:21+02:00

Energieversorger benötigen besonderen Objektschutz, weil technische Anlagen, Steuerungseinrichtungen und Versorgungswege häufig sicherheitskritisch miteinander verbunden sind. Schon ein unbefugter Zutritt, Sabotage an Schaltanlagen oder der Diebstahl wichtiger Komponenten kann Betriebsunterbrechungen und Versorgungsprobleme auslösen.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind für Umspannwerke, Gasanlagen und Tanklager sinnvoll?2026-08-13T15:46:12+02:00

Für Umspannwerke, Gasanlagen und Tanklager sind vor allem Perimeterschutz, Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Einbruchmeldetechnik, Brandmeldetechnik und Alarmaufschaltung relevant. Ergänzend können Pfortendienst, Revierdienst, Besuchererfassung und klare Eskalationswege den laufenden Betrieb besser absichern.

Können auch Tankstellen zur kritischen Infrastruktur gehören?2026-08-13T15:46:48+02:00

Tankstellen können zur kritischen Infrastruktur im Bereich Energie zählen, wenn sie Teil eines Netzes sind, das den KRITIS-Schwellenwert im Bereich Mineralöl überschreitet. Relevant ist dabei nicht die einzelne Tankstelle allein, sondern die Versorgungsleistung des angebundenen Netzes und dessen Bedeutung für Mobilität, Logistik und Versorgungssicherheit.

Wie läuft eine Sicherheitsanalyse für kritische Energieinfrastruktur ab?2026-08-13T15:47:24+02:00

Eine Sicherheitsanalyse für kritische Energieinfrastruktur beginnt mit der Prüfung bestehender Abläufe, Zugänge, Alarmwege, Technik und Zuständigkeiten. Danach werden Schwachstellen bewertet, Schutzbereiche definiert und konkrete Maßnahmen für Personal, Technik, Alarmbearbeitung und regelmäßige Überprüfung festgelegt.

Welche Wechselwirkungen hat der Sektor Energie mit anderen KRITIS-Sektoren?2026-08-21T09:55:22+02:00

Der Sektor Energie ist eng mit anderen KRITIS-Sektoren verbunden, darunter Gesundheit, Transport und Verkehr, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation. Wenn Strom, Gas, Fernwärme oder Mineralölversorgung gestört sind, können Krankenhäuser, Verkehrssysteme, Wasserwerke, Rechenzentren, Kühlketten und Produktionsbetriebe innerhalb kurzer Zeit betroffen sein.

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