KRITIS-Schutz für Energie
Strom, Gas, Fernwärme, Mineralöl: Energieversorgung absichern
KRITIS-Schutz im Sektor Energie umfasst die physische Absicherung, technische Überwachung und organisatorische Kontrolle von Kraftwerken, Umspannwerken, Gasanlagen, Raffinerien, Tanklagern, Fernwärmestandorten, Netzleitstellen sowie Wind- und Solarparks.
Fällt ein Teil dieser Infrastruktur aus, können Produktionsbetriebe stillstehen, Krankenhäuser ihre Stromversorgung verlieren und Haushalte ohne Heizung bleiben. W.I.S. Sicherheit unterstützt Betreiber kritischer Energieinfrastruktur mit Sicherheitsdienst, Sicherheitstechnik, Alarmaufschaltung und strukturierten Sicherheitsanalysen.
Branchen der kritischen Infrastruktur im Sektor Energie
Der Energiesektor gliedert sich in die Branchen Elektrizität, Gas, Mineralöl und Fernwärme. Für jede davon definiert die KRITIS-Verordnung eigene Anlagenkategorien und Schwellenwerte. Wer diese überschreitet, unterliegt besonderen Schutz- und Meldepflichten.
Elektrizität
Eine Erzeugungsanlage gilt ab 104 MW Netto-Nennleistung als kritische Infrastruktur.
z.B. Erzeugungsanlagen (fossil, erneuerbar, Speicher), Umspannwerke und Schaltanlagen, Übertragungs- und Verteilernetze, Netzleitstellen und Schaltwarten, Energiespeicher und Regelleistungsstandorte, Mess- und Zählinfrastruktur
Kritische Infrastruktur bei Gas
Die Schwellenwerte für die Gasversorgung greifen ab 5.190 GWh pro Jahr.
z. B. Gasverdichter- und Gasdruckregelanlagen, Erdgasspeicher und LNG-Terminals, Fernleitungs- und Gasverteilernetze, Einspeisepunkte und Übergabestationen, Gasförderanlagen, Netzleitstellen für den Gastransport
Mineralöl
Auch Tankstellen können zur kritischen Infrastruktur zählen, wenn das angebundene Netz den Schwellenwert von 420.000 Tonnen verteiltem Kraftstoff pro Jahr überschreitet.
z. B. Raffinerien und Destillationsanlagen, Tanklager und Produktenlager, Mineralölfernleitungen und Pumpstationen, Tankstellennetze und Flugfeldbetankungsanlagen, Versand- und Umschlagterminals, Zentrale Bevorratungsstellen
Fernwärme
Die Schwellenwerte liegen bei 2.300 GWh ausgeleiteter Wärmeenergie oder 250.000 angeschlossenen Haushalten.
z. B. Heizwerke und Heizkraftwerke, Wärmespeicher und Pumpstationen, Fernwärmeleitungsnetze, Übergabestationen und Druckerhöhungsanlagen, Standortübergreifende Steuerungsanlagen
Erneuerbare Energien und dezentrale Erzeugung
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wächst die Zahl dezentraler Standorte, die physisch geschützt werden müssen.
z. B. Windparks (Onshore und Offshore), Solarparks und Freiflächen-PV-Anlagen, Biogasanlagen und Großbatteriespeicher, Wasserstoffelektrolyseure, Aggregatoren und digitale Energiedienste, Ladepunktbetreiber
KRITIS-Sicherheitsbedarf an Energiestandorten erkennen
Veraltete Schließsysteme an Leitwarten, fehlende Protokolle bei Fremdfirmenzutritten oder unklare Eskalationswege bei Alarmen fallen oft erst bei gezielter Prüfung auf. Das betrifft Gasanlagen ebenso wie Stromnetze oder Fernwärmestandorte.
Risiko im Energiesektor
Was daraus folgt
Geeignete Sicherheitsmaßnahmen
Daraus folgt:
Netzinstabilität und Versorgungsunterbrechung
Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:
- Perimeterabsicherung
- Videoüberwachung
- Einbruchmeldetechnik
- Alarmaufschaltung
Daraus folgt:
Manipulationsrisiko an Steuerungstechnik, Gefährdung in Hochspannungs- und Druckbereichen
Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:
- Zutrittskontrollsysteme
- Pfortendienst
- Besuchererfassung
- Schleusenregelungen
Daraus folgt:
Betriebsunterbrechung, verzögerte Wiederherstellung
Geeignete Sicherheitsmaßnahmen:
- Kontrollgänge
- Revierdienst
- Objektschutz
- Absicherung von Lagerflächen
W.I.S. Sicherheit für kritische Infrastruktur im Sektor Energie
An Energiestandorten greifen Risiken ineinander: Ein ungesichertes Tor betrifft gleichzeitig den Fremdfirmenzugang, die Materiallogistik und den Interventionsweg bei Alarm. W.I.S. Sicherheit stimmt Sicherheitsdienst, Sicherheitstechnik, Alarmaufschaltung auf Betriebszeiten, Zutrittsprozesse, Wartungsfenster und Alarmwege ab.
Sie möchten prüfen, welche Anforderungen an Ihrem Energiestandort besonders relevant sind?
Vorteile für Betreiber im Energiesektor:
So setzt W.I.S. Sicherheit den KRITIS-Schutz im Energiesektor um
Betreiber kritischer Energieinfrastruktur werden von der Erstbewertung bis zur regelmäßigen Überprüfung begleitet.
01. Analyse
W.I.S. Im ersten Schritt werden bestehende Schutzmaßnahmen, Abläufe und Schnittstellen zwischen Betriebspersonal und externen Dienstleistern erfasst. An Energiestandorten betrifft das vor allem Zufahrtswege, Zaunverläufe, Wartungszugänge und Leitwartenumgebungen.
02. Konzeption
Daraus leitet W.I.S. Sicherheit ein standortbezogenes Sicherheitskonzept ab. Zutrittszonen, Fahrzeugbewegungen, Fremdfirmenprozesse, Schichtbetrieb und Alarmwege werden berücksichtigt. Besondere Betriebssituationen wie Revisionszeiten oder Notbetrieb fließen ein.
03. Auswahl passender Sicherheitstechnik
Je nach Schutzbedarf werden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. An Umspannwerken stehen Perimeterüberwachung und Einbruchmeldetechnik im Vordergrund, an Tanklagerstandorten Brandmeldetechnik, an Leitwarten restriktive Zutrittskontrolle. Relevante Meldungen werden an eine Sicherheitszentrale angebunden.
04. Installation und Umsetzung
Die geplanten Maßnahmen werden vor Ort installiert und in den laufenden Betrieb eingebunden. Dazu gehört die Abstimmung mit Werksschutz und Pfortendienst, die Festlegung von Zuständigkeiten und die Definition der Eskalationswege.
05. Evaluation und kontinuierliche Verbesserung
In festen Intervallen prüft W.I.S. Sicherheit die Wirksamkeit der umgesetzten Maßnahmen. Neue Anlagenteile, veränderte Wartungszyklen oder geänderte gesetzliche Anforderungen werden so frühzeitig berücksichtigt.
Anwendungsbeispiele:
Kritische Energieinfrastruktur schützen
KRITIS-Schutz für einen Kraftwerksstandort
Erfahren Sie, wie W.I.S. Sicherheit einen Energieversorger bei der Absicherung eines rund fünf Kilometer langen Kraftwerksperimeters unterstützt hat. Ausgangspunkt waren eine erhöhte Bedrohungslage, angekündigte Protestaktionen und bekannte Vorfälle am Betriebsgelände.
W.I.S. Sicherheit bewertete die vorhandene Videotechnik, plante eine durchgängige Perimeterüberwachung mit Wärmebild- und HD-Kameras und band die Kamerabilder in die vorhandene Pförtnerleitstelle sowie einen Krisenraum ein.
KRITIS-Schutz für Windräder
Lesen Sie, wie W.I.S. Sicherheit mehrere abgelegene Windenergieanlagen auf offener Fläche gegen Vandalismus, Aufbruchversuche und unbefugte Zutritte abgesichert hat. Da eine Umzäunung wirtschaftlich und organisatorisch nicht sinnvoll war, entstand eine technische Überwachung mit Videokameras, Mobilfunkübertragung und direkter Live-Ansprache über das W.I.S. SOC.
Nach der Umsetzung wurden an den überwachten Anlagen kein weiterer Vandalismus und keine sicherheitsrelevanten Aufenthalte unbefugter Personen festgestellt.
Kunden, die unserem Sicherheitsdienst vertrauen.
Wir können Ihnen viel versprechen, glauben werden Sie uns erst, wenn wir Ihnen unsere Qualitäten beweisen durften. Aber auch zufriedene Kunden sind der beste Beweis für die Qualität unserer Leistungen. Eine Auswahl von Kunden, deren Vertrauen wir gewonnen haben, möchten wir Ihnen hier vorstellen.
Häufige Fragen zur kritischen Energieinfrastruktur
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